Wenn wir am Ende unseres Lebens zurückblicken, bereuen die meisten Menschen nicht, dass sie zu wenig gearbeitet haben. Sie bereuen, dass sie zu sehr funktioniert und zu wenig nach den eigenen Wünschen gelebt haben. Genau hier setzt die seelische Botschaft des Blasenmeridians an. Er ist das Sprachrohr für all den inneren Druck, das ständige „Ich muss“ und die Rastlosigkeit in unserem System.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine Einladung, deinen Körper aus energetischer Sicht besser zu verstehen. Bei anhaltenden oder akuten Beschwerden suche bitte einen Arzt auf.
Schau dir das Video an, um die Tiefe dieses Meridians zu begreifen. Darunter findest du alles strukturiert zum Nachlesen.
Der Blasenmeridian ist nicht einfach nur für die Blase zuständig. Er ist eine gigantische Energielaufbahn. Er beginnt bei den Augen, zieht über den Kopf, verläuft in mehreren Bahnen den gesamten Rücken hinunter und versorgt Beine, Hüfte, Nieren und die Geschlechtsorgane.
Für all diese Körperregionen haben wir in der Schulmedizin verschiedene Fachärzte (Augenarzt, HNO, Orthopäde, Urologe, Gynäkologe). Energetisch gesehen hängen sie jedoch alle an einer Versorgungsleitung. Wenn also z.B. die Augen schlechter werden (eine Brille ist oft eine erste "Alarmanlage") oder der Rücken schmerzt, lohnt sich ein Blick auf das Leitthema dieses Meridians: den Druck.
Niere und Blase sind stark mit unserem Wurzelchakra (dem ersten Chakra) verbunden. Hier sitzen die ganz frühen Prägungen aus den ersten sieben Lebensjahren.
Eine ganz zentrale Aufgabe des Blasenmeridians ist die Kontrolle über die Zirkulation aller Körpersäfte und Sekretionen. Das betrifft die Mundflora (Speichel), die Darmflora und ganz besonders die Scheidenflora.
Wenn wir unter chronischem Druck stehen, blockiert dieser Meridian. Die Folge: Das feine Milieu unserer Schleimhäute gerät aus dem Gleichgewicht. An Aibja berichtet im Video von ihren eigenen jahrelangen Unterleibsproblemen und chronischen Pilzinfektionen. Erst als der permanente, blockierende Lebensdruck aus dem System genommen wurde, konnte der Körper (und in diesem Fall der Unterleib) wirklich ausheilen, weil die Körpersäfte wieder frei und gesund zirkulieren konnten.
Die meisten von uns sind mit enormem Druck groß geworden. Konzepte wie "Zeit ist Geld", "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen" oder "Der Kunde ist König" brennen sich früh in unser System ein.
Wir entwickeln diese Muster als Überlebenskonzepte. Als Kinder glauben wir unbewusst: Wenn ich leiste, wenn ich funktioniere, bekomme ich Liebe und Aufmerksamkeit. Daraus entsteht die endlose To-Do-Liste in unserem Kopf, die oft schon beim Aufwachen rattert. Noch anstrengender als die To-Do-Liste ist jedoch die Soll-Liste: Die ständige innere Überwachung, wie wir sein sollen, um für die Gesellschaft, die Eltern oder den Partner „okay“ zu sein.
Dieser Dauerstress macht uns unruhig, schusselig und blockiert den Blasenmeridian massiv. Der Weg zur Heilung bedeutet nicht, von heute auf morgen auf einen Knopf zu drücken. Es ist ein aktives Umprogrammieren der eigenen Synapsen.
Wir dürfen wieder lernen, wie ein Kind zu üben: Uns in das Leben hinein zu entspannen. Wenn wir den Druck loslassen, werden wir paradoxerweise nicht faul, sondern viel freier, effizienter und kreativer. Das Ziel ist es, aus jedem gehetzten „Ich muss“ ein bewusstes und entspanntes „Ich will“ zu machen.
Erkenne das Muster (Selbsterkenntnis) und wandle es dann mit Intelligenz, Liebe und Hingabe in eine bewusste Entscheidung um.
Gesundheit geschieht im YIN, in der Entschleunigung, im Fühlen. Wenn wir ständig im YANG (in der absoluten Aktivität und im Machen) feststecken, brennen wir aus.
Lege dir ein kleines Buch zu. Notiere dir darin, wann immer du spürst, dass die "Soll-Liste" dich überrollt. Mach dir bewusst, wie viel von diesem Druck in Wahrheit alte Programme sind. Geh liebevoll mit dir um. Spürst du den Druck, halte kurz inne, atme tief in den Bauch und frage dich: Will ich das jetzt wirklich tun, oder glaube ich nur, dass ich es tun muss?
Es gibt nichts Schlimmeres, als in diesem Leben nur zu funktionieren, die eigenen Träume nicht zu leben und dabei noch krank zu sein. Erlaube dir, aus dem Konstrukt des Müssens auszusteigen.
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